Yogatherapie

Streng genommen müssten diese Informationen auf meiner Therapie-Webseite genannt werden und wenn man unten auf „Näheres zur Yogatherapie“ klickt, geht es tatsächlich auch auf dieser anderen Webseite von mir weiter. Die Grenzen sind einfach fließend, Yoga ist für mich immer mehr als Streichung auf der Matte oder gar Einstudieren von Haltungen, die eher an Akrobatik erinnern.

Yogatherapie bedeutet grundsätzlich, dass Linderung und/oder Heilung angestrebt wird. Ich sehe Yoga als eine Form der Komplementärtherapie an, also als einen ergänzenden therapeutischen Weg an. Möglicherweise sind zusätzlich psychotherapeutische Mittel und/oder schulmedizinische Mittel erforderlich, um einen Heilungsprozess zu intensivieren. Dass Yoga ein adäquates Mittel sein kann auf dem Weg zu einem Mehr an Lebensqualität, haben Patienten bereits mehrfach in der Praxis erlebt. Mittlerweile existieren auch Studien über die Wirksamkeit von Yoga zum Beispiel bei Bluthochdruck. Gern verweise ich hier auf die Arbeit vom Dr. Cramer, Universität Duisburg-Essen.

Therapeutisches Yoga lässt erkrankte Menschen erfahren, wie durch eigenes, aktives Zutun Verbesserungen erzielt werden können – sei es bei körperlichen Themen wie eben dem bereits erwähnten Bluthochdruck oder aber auch Rückenleiden oder aber bei psychischen Problemen wie Angst- oder auch Schlafstörungen. Sogar traumatische Erlebnisse können – sehr vorsichtig und sanft – mittels passender yogatherapeutischer Interventionen bearbeitet werden.

Das Erkennen des aktiven Tuns reaktiviert die ureigenen persönlichen Ressourcen, die wir in uns tragen und manchen auch als sog. „innerer Heiler“ bezeichnet werden. Diese inneren Ressourcen sind ausgerichtet auf die Lebenserhaltung. Laienhaft ausgedrückt, sorgen sie für ein fortwährendes Ausbalancieren der inneren Prozesse. Je mehr ich selbst also meine inneren Ressourcen anspreche, umso mehr finde ich immer wieder in mein persönliches Gleichgewicht.

Was unbedingt beachtet werden sollte: Yogatherapie beinhaltet den Begriff „Therapie“. Therapeutisch tätig sein im Sinne des Heilens darf ausschließlich ein Arzt oder Heilpraktiker. Dies sollte unbedingt beachtet werden, wenn man einen Yogatherapeuten sucht! Deshalb ist es wichtig, auf die entsprechende Qualifikation des Yogatherapeuten zu achten. Nicht jeder Yogalehrer – ganz egal, wie exzellent er vielleicht unterrichtet – darf sich auch Therapeut nennen. Ich selbst bin als Heilpraktikerin für Psychotherapie therapeutisch tätig, weshalb ich Yoga auch im entsprechenden Kontext einsetze.

Wichtig sind u.a. fundierte Kenntnisse über den Bewegungsapparat, die anatomischen Zusammenhänge und psychische Störungen. Grundsätzlich kläre ich mit meinen Patienten in einem ausführlichen Gespräch die Ziele und Möglichkeiten ab. Es ist mir sehr wichtig, dass in der Yogatherapie der Weg der kleinen Schritte gegangen wird. Zielstrebigkeit gepaart mit äußerster Behutsamkeit steht an erster Stelle. Es gilt: „Die Übung wird dem Körper angepasst“, in der Yogatherapie ist diese Devise essentiell. Meine yogatherapeutische Arbeit ist im Schwerpunkt die Einzelarbeit. Darüber hinaus biete ich zweimal jährlich Gruppen an, in denen wir gemeinsam gruppentherapeutisch zusammen arbeiten, um langfristig Linderung von Symptomen zu erzielen. In diesem Gruppen sind persönliche (kostenfreie) Erstgespräche für mich essentiell. Es ist nicht ausgeschlossen, dass neben den Gruppenstunden zusätzliche Einzelstunden sinnvoll oder erforderlich werden.